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CE-Klassen für Yachten

Warum CE-Klassifizierungen?

Düsseldorf (SP) Gemäß der EU-Sportbootrichtlinie 94/25/EG müssen seit 16.6.1998 alle Sportboote, die innerhalb der Europäischen Union erstmalig "in Verkehr gebracht" werden, zertifiziert und CE-gekennzeichnet sein bzw.
werden. Diese Sportboot-Direktive will nicht dem Betreiber vorschreiben, unter welchen Bedingungen er sein Fahrzeug benutzen darf, sondern will lediglich dem Käufer eines Boots einen Hinweis geben, für welche Beanspruchungen sein Boot gebaut worden ist.

Boote ohne CE-Kennzeichen, die bis zum 16.06.1998 innerhalb der Europäischen Union in den Handel gelangt sind, gelten als vor dem
Stichdatum "in Verkehr gebracht" und können ohne weitere Beschränkung weiter verkauft werden. Allerdings sollte der Händler den Kunden
auf diesen Umstand hinweisen, da er bei Neubooten die vorgeschriebene CE-Kennzeichnung erwarten kann. Unterbleibt der Hinweis, so kann
der Kunde Wandlung des Kaufvertrags verlangen.

Gebrauchtboote, die in einem Drittland hergestellt (beispielsweise den USA) und vor dem 17.06.1998 nie offiziell in die Europäische Union
eingeführt wurden, können nicht mehr ohne CE-Kennzeichen in der EU verkauft werden.

Die CE-Kennzeichnung wurde vorrangig geschaffen, um den freien Warenverkehr innerhalb der Europäischen Gemeinschaft (EG) zu gewährleisten. EU-Richtlinien gemäß Art. 95 EU-Vertrag (sog. Binnenmarktrichtlinien) legen für zahlreiche Produkte Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen als Mindestanforderungen fest, die nicht unterschritten werden dürfen. Mit der CE-Kennzeichnung bestätigt der verantwortliche Hersteller die Konformität des Produktes mit den zutreffenden EU-Richtlinien und die Einhaltung der darin festgelegten "wesentlichen Anforderungen". Verantwortlich für diese Kennzeichnung ist in der Regel der Hersteller des Produkts (für Hersteller außerhalb der EU ist ein in der EU niedergelassener Bevollmächtigter erforderlich). Eine CE-Kennzeichnung ist verbindlich in allen EU-Mitgliedstaaten sowie in den EFTA-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen.

(Quellen: Germanischer Llyod, Bundesverband Wassersportwirtschaft)

CE-Klassen für Boote - die Auslegungskategorien

Auslegungskategorie Windstärke signifikante Wellenhöhe
A - Hochsee über 8 über 4
B - außerhalb von Küstengewässern bis einschließlich 8 bis einschließlich 4
C - küstennahe Gewässer bis einschließlich 6 bis einschließlich 2
D - geschützte Gewässer bis einschließlich 4 bis einschließlich 0,5

Die signifikante Wellenhöhe

Die so genannte „Signifikante Wellenhöhe" entspricht nur selten der tatsächlichen Wellenhöhe. Als „signifikante Wellenhöhe" wird die Durchschnittshöhe derjenigen Wellen bezeichnet, die zum größten Drittel aller Wellen gehören. Dies entspricht nur ungefähr der Wellenhöhe, die ein geübter Beobachter schätzen würde. Dabei können einzelne Wellen durchaus die doppelte Höhe haben.

Die CE-Klassifikationen für Yachten und Boote

Das sind die CE-Auslegungskategorien für Sportboote bis 24 Meter

A - HOCHSEE:
Ausgelegt für ausgedehnte Fahrten, bei denen Wetterverhältnisse mit einer Windstärke über 8 (Beaufort-Skala) und signifikanten Wellenhöhen über 4 m auftreten können und die diese Boote weitgehend aus eigener Kraft bestehen können.

B - AUSSERHALB VON KÜSTENGEWÄSSERN: Ausgelegt für Fahrten ausserhalb von Küstengewässern, bei denen Wetterverhältnisse mit einer Windstärke bis einschließlich 8 und Wellenhöhen bis einschließlich 4 m auftreten können.

C - KÜSTENNAHE GEWÄSSER: Ausgelegt für Fahrten in küstennahen Gewässern, grossen Buchten, Flußmündungen, Seen und Flüssen, bei denen Wetterverhältnisse mit einer Windstärke bis einschließlich 6 und Wellenhöhen bis einschließlich 2 m auftreten können.

D - GESCHÜTZTE GEWÄSSER: Ausgelegt für Fahrten auf kleinen Seen, schmalen Flüssen und Kanälen, bei denen Wetterverhältnisse mit einer Windstärke bis einschließlich 4 und signifikanten Wellenhöhen bis einschließlich 0,5 m auftreten können.

Boote und Yachten der jeweiligen Kategorie müssen so ausgelegt und gebaut sein, daß sie der Beanspruchung nach diesen Parametern hinsichtlich Stabilität, Auftrieb und anderen einschlägigen grundlegenden Anforderungen gemäß Anhang I standhalten und dass sie eine gute Manövrierfähigkeit haben.

Was bedeutet eine Zahl hinter der Klasse?

Eine Zahl hinter den Klassen-Buchstaben bedeutet die vom Hersteller maximal zulässige Personenzahl, wenn sich das Boot in den durch die Entwurfskategorie vorgegebenen Bedingungen bewegt.

CE-GL Yacht-Plus Zertifikat für mehr Sicherheit

Hamburg (SP) Das neue CE-GL Yacht-Plus Zertifikat soll höhere Sicherheitsstandards garantieren. Es wird vom Germanischen Lloyd (GL) als eine Entscheidung der Werften und letztlich auch des Eigners für höhere Sicherheitsstandards von neuen Segel- und Motorbooten angeboten. Es ersetzt das bisherige Zertifikat GL Yacht-Plus, dass sich nur schwer im Markt behaupten konnte.

CE-GL Yacht Plus ist ein technik-basierter Ansatz, der mittels eines strengen Zertifizierungsverfahrens durch Dritte für noch höhere Sicherheit sorgt- und das zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis, wirbt der GL für sein Angebot.

Notwendig wurde eine Umstellung laut GL durch die Änderungen der ISO 12215 Norm für Sportboote. So sorgt CE-GL-Yacht-Plus nach Angaben von Dirk Brügge vom Germanischen Lloyd nicht nur dafür, dass die ISO- und CE-Anforderungen für den Prototypen einer Serienyachtyacht erfüllt sind. Der GL führt darüber hinaus auch regelmäßig unangekündigte Kontrollen während der Serienproduktion durch und überwacht so die Fertigung während der Bauphase. Begutachtet werden auch Modifizierungen, die aus Kundenwünschen resultieren.

Neben der Überprüfung der ISO- und CE-Anforderungen beinhaltet das Zertifizierungsverfahren bei Segel und Motoryachten unter anderem die besonders stark beanspruchte Teile wie die Kielverbindungen zum Ballast und zum Rumpf , die Rumpf-Deck-Verbindungen, das Ruder und seine Aufhängung sowie die Mastunterbauten und die Rüsteisen. Bei Motoryachten wird besonderer wert auf die Überprüfung der Ruder- und Antriebsanlagen, der Maschine und ihre Aufhängung sowie der elektrischen Anlagen gelegt. Die Ce-GL Yacht Plus-Zertifizierung beinhaltet auch die Überprüfung der Verarbeitung insgesamt.

Der Germanische Lloyd geht davon aus, dass durch den neuen Service mögliche Fehler frühzeitig entdeckt werden können und sich die Qualität der Boote und Yachten erhöhen kann.

Infos: www.germanlloyd.org



(c) Q-Visions Media Andrea Quaß